Zeugnisse analysieren
Schul- und Arbeitszeugnisse sind wichtig für die Personalauswahl, aber sie sind keine absoluter Leistungsausweis. Schulzeugnisse. Jedermann hat es schon erfahren: In den Schulen gelten oft andere Qualifikationen als im Beruf. In den Schulen ist zum Beispiel die Wissensreproduktion oder das abstrakte Denken wichtig, im Beruf die Sozialkompetenz. Zudem ist das Niveau der Klassen und Schulen und der Lehrer sehr unterschiedlich. Schulnoten geben nur dann nützliche Hinweise für die Personalselektion, wenn die verlangte Qualifikation Schulwissen erfordert.
Fehlende Abschlusszeugnisse sind immer erklärungsbedürftig. Arbeitszeugnisse. Wie weit Arbeitgeber aussagekräftige Zeugnisse ausstellen, ist umstritten. Sie unterlassen oft sämtliche Negativaussagen, um Probleme mit dem Arbeitnehmer zu vermeiden. Dazu dienen Ausweichstrategien: Auslassungen, Geheimcodes, Arbeitsbestätigungen ohne Qualifikation. Personalchefs verfassen vollständige und aussagekräftige Zeugnisse; sie sind Berufsleute. In kleinen oder mittleren Unternehmen schreibt der Chef das Zeugnis; diese Arbeit ist für ihn eher lästig und die Resultate sind entsprechend. Ein normales Zeugnis enthält mindestens vier Bewertungskriterien:
Trotzdem ist zu prüfen, ob eine Weiterbildung die berufliche Qualifikation verbessert hat und für die angestrebte Position von Nutzen ist. Schliesslich ist abzuklären, welche Pläne der Kandidat mit seiner Weiterbildung verbindet (und ob das Unternehmen ihm in diesem Punkte entgegenkommen kann). |
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